Warum umdenken?

Stark, was ich im Editorial der Kiteboarding #138 aus dem Juni 2020 lese. Ich finde es immer noch topaktuell.

Dirk Seifert ist in der Krise aufgefallen, „dass dadurch, dass vieles jetzt umständlicher und / oder schwieriger ist, viele Menschen in meinem Umfeld vielem mit sehr viel mehr Respekt begegnet sind… Uns wurden viele unsere Freiheiten genommen. Die Ausübung unseres Sportes war für viele von uns eingeschränkt… Mir wurde bewusst, was ich eigentlich gern verdränge: wie verwundbar unser System sein kann – wie fragwürdig einiges an unserem Lebensstil und auch einige unserer Werte sind, nach denen wir streben. Müssen wir wirklich nur für einen kurzen Surf stundenlange Flug- oder Autoreisen unternehmen? Müssen wir ständig neues Material besitzen… müssen wir, um unseren Sport oder Beruf auszuüben so oft und lange auf Reisen sein, nicht erneuerbare Ressourcen vernichten und unsere Umwelt weit mehr als nötig belasten? Geht das nicht alles auch eine Nummer kleiner? Mit mehr Homeoffice, weniger Pendeln und mehr und intensiverer Zeit für unsere Familien und Freunde?

Unser Sport ist ein Natursport. Kiten unser Lebenselixier, unser Lifestyle – Teil dessen, wodurch wir uns definieren. Das ist gut so. Denn ich möchte nicht anders leben. Aber vielleicht sollten wir all das wieder mit mehr Respekt, Wertschätzung und mehr Dankbarkeit tun. Mit mehr Respekt vor dem Surf, mehr Dankbarkeit dafür, dass wir Material besitzen, das funktioniert, mit mehr Respekt gegenüber anderen Kitern und auch allen anderen Wassersportlern – und besonders mit mehr Respekt unserer Umwelt gegenüber. Denn anderen mit mehr Respekt zu begegnen, bedeutet auch den Respekt sich selbst gegenüber zu erhöhen, mehr Selbstachtung und -Wertschätzung zu erlangen. Das Ganze führt dann zwangsläufig auch zu einem besseren Surf.“

Ja! Unterschreibe ich voll! Mir hilft dabei der Glaube als Grund, Motivator und Ziel allen Respekts. Gott bewahrt diese Welt immer noch in seinen Händen. Das entlastet mich von der Totalverantwortung – und befreit mich, meinen Beitrag zu leisten.

Die Fastenzeit als Chance, Nägel mit Köpfen zu machen bei „7 Wochen ohne Blockaden“ 

Wie umdenken?

Nutze die Gemeinschaft mit anderen Kitern, um nicht nur über die oben genannten Fragen nachzudenken, sondern konkret Entscheidungen zu treffen, wie du leben und kiten willst. Es geht darum, möglichst gut verantwortbare Kompromisse zu finden. Für das eigene Leben und Kiten. Und vielleicht springen am Ende auch ein paar Leitsätze dabei heraus für die Ewigkite-Community. 

So probieren wir es aus:

1. Wir fasten einen Abend in der Woche mit Abendessen! Hab ich auch noch nicht gemacht. Soll aber helfen, sich innerlich neu auszurichten. Ich versuche es mal. Bist du dabei?

2. Wir treffen uns für gut eine Stunde per Zoom in Gruppen von 4-7 Personen, um uns auszutauschen und Denkanstöße aus der Bibel einfließen zu lassen. Probier es mal aus! Ich bin ziemlich sicher, dass es viel gewinnbringender ist als du ahnst! So geht es mir jedenfalls, seit ich diese Art von Treffen in den letzten Wochen ausprobierte. Dauer: 22.2. bis 29.3.

Melde dich bei mir per Mail oder rufe mich an, dann gibt es weitere Informationen

Erik Neumann
Tel.: 05421-4741